30 Jahre Städtepartnerschaft mit Bad Windsheim

Ihre 30-jährige Partnerschaft haben die Stadt Erkelenz und Bad Windsheim während des Lambertusmarkts gefeiert. Eine 13-köpfige Delegation reiste am Donnerstag, 30. Mai, aus der fränkischen Stadt nach Erkelenz, um das Jubiläum zu begehen.

Der Lambertusmarkt fand in diesem Jahr aufgrund der Sanierung des Marktplatzes nicht nur einmalig auf dem Erkelenzer Johannismarkt statt, den traditionellen Fassanstich gab es außerdem mit Döbler-Bier aus Bad Windsheim. Bürgermeister Jürgen Heckel war mit Vertretungen der fränkischen Stadt und Mitgliedern des Partnerschaftskomitees angereist, um die Jubiläumstage einzuläuten.

Am Freitag wurde gemeinsam ein Baum auf dem Vorplatz der Kreismusikschule gepflanzt. „Das haben wir zum 25-jährigen Jubiläum bereits in Bad Windsheim getan. Diese schöne Tradition möchten wir fortführen“, so Bürgermeister Stephan Muckel.

Nach einer Führung zur Geschichte des Klosters auf Haus Hohenbusch fand am Nachmittag der offizielle Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Städtefreundschaft mit rund 60 geladenen Gästen aus Politik und Vereinen im Alten Rathaus statt. Bürgermeister Stephan Muckel berichtete von den Anfängen der Freundschaft. 1988 knüpfte die Bürgergemeinschaft des Erkelenzer Marienviertels erste Bande zur fränkischen Stadt, als eine Fahnenschwenker-Gruppe beim Kiliani-Altstadtfest in Bad Windsheim teilnahm. Ein Jahr später wurde der letzte größere Innenstadtumbau in Erkelenz vollendet. Die Stadt Bad Windsheim besuchte mit ihrer Weinkönigin, einem eigenen Weinstand und einem Fanfarenkorps das große Erkelenzer Stadtfest zum Abschluss der Arbeiten. Es folgten weitere gegenseitige Besuche, die 1994 zur offiziellen Städtepartnerschaft mit Bad Windsheim führten. „Heute feiern wir unser Partnerschaftsjubiläum, und im nächsten Frühjahr werden wir unseren Marktplatz eröffnen. Schon jetzt lade ich herzlich ein, sich wie damals an den Feierlichkeiten zu beteiligen!“, kündigte Bürgermeister Stephan Muckel an.

Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel betonte die Bedeutung von Städtepartnerschaften: „Nicht nur mit unserer deutsch-deutschen Städtefreundschaft fördern wir den Zusammenhalt in der Gesellschaft über die Stadtgrenzen hinaus. Mit unseren Städtepartnerschaften, die Erkelenz und Bad Windsheim mit Städten in Frankreich und Italien pflegen, fördern wir den Zusammenhalt in Europa!“

Festreden folgten auch von den Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees. Tanja Mohr, Vorsitzende des Komitees für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V., legte in ihrer Rede ebenfalls einen Fokus auf den europäischen Zusammenhalt, dessen wichtigstes Gut der Friede sei. Außerdem begrüßte sie die Bad Windsheimer DJs Electric Elephant. „Geplant sind auch Gegenbesuche jugendlicher Musiker unserer Partnerstädte in Franken, sodass sich ein wechselseitiger Austausch über die Musik ganz natürlich ergeben wird. Gleichzeitig hoffen wir auch, den jungen Erwachsenen nahezubringen, wie wichtig Ehrenamt und die Zusammenarbeit von Vereinen für unsere Gesellschaft ist“, so Tanja Mohr.
Die Vorsitzende des Erkelenzer Partnerschaftskomitees, Maria Sprenger, stellte ihre Rede unter das Motto der Europäischen Union. Die seit Jahren auch im Bündnis gegen Rechts engagierte Vorsitzende zeigte sich dankbar, dass es seit Anfang 2024 eine sichtbare Bewegung in der Gesellschaft für Toleranz und Demokratie gebe. „‘In Vielfalt geeint‘ ist ein wunderbares, zutiefst menschliches Motto, dessen reale Umsetzung wir unbedingt weiterverfolgen müssen. Das viel gehörte ‚Nie wieder ist jetzt‘ ist daher das Gebot der Stunde“, so Maria Sprenger.

Nach den Festreden trugen sich beide Bürgermeister sowie die Vorsitzenden der Komitees ins Goldene Buch der Stadt Erkelenz ein. Es folgte ein weiterer Besuch des Lambertusmarkts, wo am Freitagabend unter anderem das DJ-Duo „Electric Elephant“ aus Bad Windsheim auflegte.

Nach einer Stadtrundfahrt am Samstagvormittag, die unter anderem zum Braunkohletagebau sowie zu den alten und neuen Orten führte, und dem gemeinsamen Spießbraten essen auf dem Lambertusmarkt verabschiedete sich die Bad Windsheimer Delegation und machte sich auf die 419 Kilometer lange Heimreise ins mittelfränkische Bayern.

Verfallszeitpunkt: 30. Juni 2024

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