»Kaleidoskop der Sinne 2019«

Im Dreiklang der Kunst – Malerei, Musik & Lesung │

Am Samstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, laden die Mitglieder des Kunstförderkreises ProArte zum 8. Kaleidoskop der Sinne in die Erkelenzer Leonhardskapelle ein.

Kunst mit Poesie und Phantasie

Beim Drehen des Kaleidoskops verändert sich der Blickwinkel. Neue und fantasievolle Bilder unterschiedlichster Farbwelten erscheinen. Wer möchte, kann sich ein eigenes und immer wieder neues zusammengesetztes Bild erschaffen – ein bunter Wechsel verschiedener Eindrücke. Wie die farbigen Glassteinchen im Kaleidoskop purzeln die Skulpturen,  Gemälde und Farben -flammendes Gelb, feuriges Rot, himmlisches Blau, kühles Weiß oder saftiges Grün- durcheinander, verwirbeln zu symmetrischen Bildern, zu neuen Deutungen. Dazu gesellen sich die vibrierenden Töne der Musikinstrumente und treffsicher gesetzte literarischen Worte der Autoren. Mit jeder Drehung entstehen überraschende, neue Effekte und Facetten, erzeugen völlig neue Aussagen. Spiegel verändern die Wahrnehmung, sind in ihrer Vielfalt dann einzigartig. Ihre Wirkung ist das völlig Unvorhersehbare: Ein Kaleidoskop aus Farben, Tönen, Worten, Stimmen und Eindrücken. Kunst aus dreifacher Sicht und immer wieder mit überraschenden neuen Ergebnissen; nie dasselbe, dafür aber Einmaligkeit: Kunst mit Poesie und Phantasie.

Ein Kunsterlebnis von ungeheuerer Intensität

Zwölf Kunstwerke, zwölf Musiken, zwölf Texte, eine getanzte Bild-Performance – all das packt der Erkelenzer Kunstförderkreis ProArte am Samstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr in seine goldene Oktober-Kaleidoskop-Tüte 2019. Dazu bündeln in der Erkelenzer Leonhardskapelle 22 Künstler ihre Schaffenskraft zu einem Dreiklang der Sinne, einem genüsslichen Menü der Interpretation. Aus Farben, Tönen und Worten vorzüglich angerichtet, zelebriert sich ein Kunsterlebnis von ungeheuerer Intensität, eine Zauberwelt der Phantasie für Auge und Ohr. Protagonisten aus Erkelenz, dem Kreis Heinsberg und Künstler aus der Euregio finden sich in einem endemischen Rendezvous, zu einem  überblenden Event der Vielfältigkeit und Überraschungen. Es ist die Inspiration der Musiker, die Interpretation der Autoren und die Leidenschaft der bildenden Künstler, die ein neues, gemeinsames, einzigartiges und einmaliges Kunstwerk erschaffen.

Auseinandersetzung von „Schein“ und „Sein“

Auch das 8. „Kaleidoskop der Sinne“ wird wieder zu einem Dialog, zu einer Begegnung und  Auseinandersetzung, öffnet Sichtweisen – wie in einer „Zaubertüte“, eine Verblüffung löst die andere ab. Die Malereien, Fotografien und Skulpturen der zwölf Bildenden Künstler, zu denen die Musiker auf ihren Instrumenten eigene Musiken komponiert und arrangiert, sechs Autoren Texte in Lyrik oder Prosa treffsicher formuliert, sind wie die purzelnden, sich spiegelnden  Glassteinchen: Kunst, die bei jeder Drehung ein neues Gesicht bekommt. Die Gefangenheit der Illusion macht aus Sichtbarem das Unsichtbare, ist das verwirrende und wirbelnde Spiel der Reflexion, ist die Auseinandersetzung von „Schein“ und „Sein“. Weder die Autoren noch die Musiker kennen die „Macher“ der Objekte und schon gar nicht welchen Namen sie tragen. Sie schöpfen ihre Sicht und Deutung aus den Werken, fassen sie in Noten und Worte.

Genussvolle Zelebrierung aus Farben, Noten und Worten

Kunstwerke im Original und gleichzeitig auf der großflächigen Projektionswand: Eine ganz besondere Einladung zur Lust aufs Kennen lernen, Bildern und Skulpturen nahe zu sein. Doch dann geraten die Exponate unversehens in den Kreisel des Andersseins, denn gekonnte Wortschöpfungen der Autoren und unerwartete Tonvariationen der Musiker lassen  die Werke der bildenden Künstler in einem völlig anderen Licht erscheinen. Sie sind plötzlich spielerisch, kaleidoskopisch im neuen Gewand. Es zeigen sich verblüffende Darstellungsweisen und die Kunst scheint ein immer währendes Spektakel zu werden: Eine genussvolle Zelebrierung „spitzenveredelt“ aus Farben, Noten und Worten. Geschaffen von dreizehn Damen und neun Herren im Alter von 17 bis zu über 70 Jahren.

Ausgefallene Hingucker in der Pause

Ebenfalls einmalig und ein weiterer ausgefallener Hingucker ist die äußerst einfallsreiche und quicklebendige Performance von Anja Abels, die in der Pause im Foyer der Leonhardskapelle das Gemälde von Patrick Schmitz zum „Kunst schöpfen“ interpretiert. Tanz, Musik, Worte und Ausstrahlung „fliegen“ über die steinernen Fliesen, geben der Kunst des Augenblicks Ausdruck und Gestalt. Sie verwandeln die historische Kapelle in einen Ort gekonnter, spiegelnder Darstellung – in eine imaginäre Bühne.

Skulpturen und Gemälde für blinde Kunstbegeisterte

Und noch etwas Ungewöhnliches haben sich die Verantwortlichen von ProArte einfallen lassen: Blinde Kunstbegeisterte können die Skulpturen und Gemälde „sehen“, weil die ausgestellten Werke im „Kaleidoskop der Sinne“ auf einer Tondatei sorgfältig und treffend beschrieben sind. Diese Dateien können von Blinden und Schwerstsehenden bei ProArte unter Telefon 02462 – 2422 (Willi Arlt) kostenlos angefordert werden. Vorsitzender Willi Arlt: „Das ist uns eine Herzenssache, gelebte Inklusion“.

Abgerundet wird das Kunst-Event (von der Sparkassen-Kunst-Stiftung unterstützt)  durch die Ausstellung weiterer Werke der Künstler im Foyer der Leonhardskapelle. hdw

 


Das Ensemble im Dreiklang der Kunst

 

Künstler   

  • Brigitte Böckels  │ Thomas Brockers  │ Aleksandra Gonet ›Wadera‹ │ Karl-Heinz Hennerici  │ Heike Katala  │ Ursula Breuer Kieven │  Ilja Korn  Brigitte Lennertz-Schröter ›IleS‹  │  Marion List  │ Doris Müller  │ Patrick Schmitz │ Brigitte Schneider  │ Gisela Stotzka

Autoren

  • Dieter Hans  │ Roland Herzig  │ Stefan Iseke  │ Thomas Opfermann  │ Valerie Schippers │ Alfred Schöne

Musik 

  • Frank Ollertz  │ Harald Peltzer

Performance      

  • Anja Abels

Produktion 

  • Kunstförderkreis ProArte e.V.

 

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf (Buchhandlungen Viehausen und Wild) und an der Abendkasse zu 8 €, Schüler 5 €.

 

Quelle & weitere Infos: www.proarte-kunst.de

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Leonhardskapelle Erkelenz, Gasthausstraße 5, Erkelenz Map

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