Kunstausstellung: „Irene Heinen & Sandra Otten“│22. + 29. September 2019

„Red and White“ – lebhafte Kontraste und leuchtende Farben in der Galerie ProArte

Sie haben viele Gemeinsamkeiten – fanden 2003 zur Kunst, sind Autodidakten, leben im Sternzeichen Skorpion, lieben die Natur, gärtnern mit Leidenschaft, wohnen im Kreis Heinsberg, sind am Niederrhein gefragt Künstlerinnen, beherrschen das Spiel mit den Farben, wenn auch die eine den hellen Tönen und die andere den kräftigen Farben den Vorzug gibt. Die beiden Künstlerinnen aus Heinsberg und Myhl präsentieren dies bei ihrer Ausstellung zum Thema „Red and White“ in der Galerie ProArte in Erkelenz.

Während Irene Heine ihre Gemälde mit dem Flüssigstoff Acryl abstrakt verzaubert und in sich selber ruht, ist die quirlige Sandra Otten ein Energiebündel, das Metall, Farben und Öl verschmelzen lässt. In diesem Prozess, einer Explosion von Formen und Sinnlichkeit, schwelgt sie in einem überquellenden Reichtum der Ideen. Beide Künstlerinnen stoßen Gedanken an, lassen sich von Gefühlen und Stimmungen leiten, ihre Experimentierfreude kennt keine Grenzen. Feinste Farbübergänge und zarte Nuancen stehen bei Irene Heinen im lebhaften Kontrast zu prallen, intensiv leuchtenden Farben, die dagegen bei Sandra Otten geradezu ein Muss sind, wobei feuriges Rot klar dominiert.

Ihr Prinzip, die Freiheit des Betrachters unbedingt zu wahren, variiert bei Heinen, denn ihre großformatigen Bilder auf Leinwand sind mal gespachtelt, gepinselt oder gespritzt. Teilweise ist die Farbe transparent aufgetragen, so dass unten liegende Schichten durchscheinen und so zarte Übergänge schaffen. Die Farbflächen kontrastieren miteinander, sind aber auch fließend. Farb- und Formensprache ergänzen sich und die Inspiration sowie Lebendigkeit sind gezielte gesetzte Aspekte – mal als feine Linien oder Tropfspuren. Ihre kontrastreichen Werke wirken oft intuitiv und ungeplant. Für die gebürtige Heinsbergerin, die in Ihrer Kleidung gerne Weiß den Vorzug gibt, ist die Kunst das Ventil im Alltag. In ihren abstrakten Werken dominieren offene Aussagen aber auch die Freiheit in Ausdruck und Formgestaltung. Ihre Lust am Gestalten und Zerstören ist eine weitere Nuance im Umgang mit Farben und Flüssigkeiten, die sie geschickt mischt.

Die Myhlerin Sandra Otten findet viele Motive inmitten der Natur, die sie mit kräftigen Farben und sehr ästhetischen Formgebungen umzusetzen weiß. Ihre „sehenden Augen“ nimmt die Augenoptikerin mit ihrem Herzen auf und verwandelt die Objekte in eine Symbiose aus erblickter Realität undbeseelter Fantasie. Diese positive Lebenseinstellung findet sich auch in ihren körperbetonten Gemälden. Ebenfalls wie das kraftvoll galoppierende Pferd, wie auch der schmusige Esel, in denen die Farbe Rot in stark pigmentierte Ölfarbe und spezieller Spachteltechnik dominiert, gehören zu den herausragenden Kompositionen. Auch die Verbindungen, Edelstahl oder Aluminium gepaart mit kräftigen Ölfarben ist ihr Markenzeichen. Der Fachbegriff für Collage mit plastischen Objekten und reliefartiger Oberfläche ist Assemblage. Sandra Otten bearbeitet, flext, schweißt und schleift das Material selbst Die meisten Teile sind aus größeren Metallstücken ausgebrannt, was eine markante Randstruktur erzeugt“, erklärt sie ihre besonderen Arbeiten und auch Rot für Ihr Outfit. Ihr positives Lebensgefühl will Freude verbreiten und lädt zur Fantasiereise ein. hdw

Die Vernissage findet am Freitag, 20. September um 19 Uhr statt.

Die Galerie ProArte in Erkelenz am Franziskanerplatz 6  ist an an den Sonntagen 22. und 29. September 2019 von 11 – 18 Uhr geöffnet. Die Künstlerinnen sind an allen Tagen anwesend.       

Der Eintritt ist frei und barrierefrei.                                                                                                                                                             

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Galerie ProArte, Franziskanerplatz 6, Erkelenz   Map

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