Erkelenz bringt offizielle Stadt-App heraus

Mit „Erkelenz+“ setzt die Verwaltung im Jubiläumsjahr neue Maßstäbe bei der digitalen Vernetzung in Erkelenz. Seit Mitte September ist die offizielle Stadt-App Erkelenz+ in den Appstores zum Download verfügbar.

Erkelenz+ enthält in ihrer ersten Ausbaustufe bereits Veranstaltungshinweise, Informationen und nützliche Services für die Bürgerschaft.

Wer sich ein Benutzerkonto anlegt, hat Zugriff auf weitere Funktionen: Dann kann Erkelenz+ daran erinnern, die eigene Mülltonne rechtzeitig rauszustellen. Ebenso besteht die Möglichkeit, über die Chat-Funktion mit anderen Nutzenden in Kontakt zu treten.

„Über die Nachrichtenfunktion können wir der Bürgerschaft je nach Interesse Push-Nachrichten senden, beispielsweise für Veranstaltungen, oder aber ortspezifische Nachrichten verschicken“, erläutert Sebastian Bohmann, Hauptamtsleitung und Chief Digital Officer, eine weitere Ausbaustufe.

Kartendienste mit bereits hinterlegten Orten, zum Beispiel Spielplätze oder „nette Toiletten“ in der Innenstadt sind ebenfalls verfügbar.

„Im Jubiläumsjahr blicken wir nicht nur zurück auf 700 Jahre Stadtgeschichte, sondern auch nach vorne: mit Erkelenz+ haben wir die Weichen gestellt für eine vernetzte, smarte Stadt Erkelenz“, freut sich Bürgermeister Stephan Muckel.
Mit der Einführung von Erkelenz+ hat die Stadt einen weiteren Punkt ihrer 2022 beschlossenen Digitalstrategie umgesetzt und eine technische Infrastruktur auch für nicht-städtische Digitalisierungsinitiativen geschaffen.

Ziel ist, künftig die gesamte Stadt digital auf der neuen Plattform zu vernetzen. Die technischen Möglichkeiten der App bieten vielseitige Chancen – denkbar etwa bei der Nutzung von öffentlich zugänglichen Angeboten, bei der Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement, in der Gastronomie und vielem mehr.

Tiefergehende Informationen zur Nutzung von Erkelenz+ sind für die Bürgerschaft bereitgestellt auf der städtischen Webseite: www.erkelenz.de/erkelenzplus. Neue Funktionalitäten inklusive spezieller Anwendungsfälle für Dritte werden laufend ergänzt, sobald verfügbar.

Hinter Erkelenz+ steckt die „SuperApp“ von Tobit.Software. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Ahaus entwickelt seit 1986 digitale Produkte, um Services miteinander zu vernetzen. Dabei legt das Unternehmen einen Fokus auf „Smart City“-Projekte, um die städtische Infrastruktur miteinander zu vernetzen und so das Leben der Bewohnerschaft weiter zu verbessern.

Nebenräume saniert: Mehrzweckhalle in Schwanenberg übergeben

Neue Duschen, Umkleidekabinen, Toilettenanlagen und sonstige Nebenräume: Die Mehrzweckhalle in Schwanenberg wurde nach den Sanierungsarbeiten in den letzten beiden Jahren gestern offiziell den Nutzenden übergeben. Das soll zunächst aber nur ein Zwischenschritt bleiben.

Im Rahmen der nun durchgeführten Baumaßnahme wurden die Nebenräume der Mehrzweckhalle umfassend saniert. Dazu gehören insbesondere die Toilettenanlagen, Duschen, Umkleidebereiche sowie weitere Nebenräume. Die Aufteilung und Gestaltung der Räume wurden dabei in enger Abstimmung mit den örtlichen Vereinen neu konzipiert und an deren Bedürfnisse angepasst. Erstmals steht den Nutzenden zudem eine barrierefreie Toilette zur Verfügung. Auch die ehemalige Wohnung zwischen der Mehrzweckhalle und dem Feuerwehrgebäude konnte in das Gesamtkonzept einbezogen werden. Dadurch entstanden dringend benötigte zusätzliche Abstellmöglichkeiten für die Mehrzweckhalle sowie ein neuer Vereinsraum und ein Raum für die benachbarte Feuerwehr. Die Sanierungsmaßnahme wurde schwerpunktmäßig in den Jahren 2025 und 2026 umgesetzt.

Die Mehrzweckhalle in Schwanenberg wurde in den 1970er Jahren erbaut. Sowohl die Halle selbst als auch die zugehörigen Nebenräume waren inzwischen deutlich in die Jahre gekommen und bedurften dringend einer umfassenden Renovierung. Ursprünglich war vorgesehen, zunächst die Nebenräume zu sanieren und diese Maßnahme als vorbereitenden Schritt für eine anschließende umfassende energetische Sanierung der Mehrzweckhalle umzusetzen. Hierfür wurde ein Förderantrag im Rahmen des Förderprogramms „Rheinisches Revier – energetische Sanierung“ vorbereitet. Da das Förderprogramm jedoch vorzeitig geschlossen wurde und die verfügbaren Fördersummen je Kommune gedeckelt wurden, konnte die ursprünglich geplante umfassende Sanierung der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik bislang nicht im vorgesehenen Umfang realisiert werden.

Weiterhin ist vorgesehen, die Dächer über den Nebenräumen zu sanieren und die Fenster der Mehrzweckhalle auszutauschen. Die hierfür bestehenden Fördermöglichkeiten werden derzeit geprüft. Die ursprünglich geplanten weitergehenden Sanierungsmaßnahmen, insbesondere an der Gebäudehülle und den haustechnischen Anlagen, bleiben jedoch weiterhin Bestandteil der langfristigen Planung und sollen umgesetzt werden, sobald hierfür geeignete Förderprogramme zur Verfügung stehen. Vorbereitende Maßnahmen dazu wurden während der aktuellen Sanierung schon durchgeführt.

Haupt- und Finanzausschuss hat getagt

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 10. September wurde unter anderem der Jahresabschlussentwurf 2025 vorgestellt. Außerdem wurde beschlossen, dass die Vermarktungsstrategie für die Tiny-House-Siedlung in Erkelenz geändert wird.

 

Jahresabschlussentwurf 2025 der Stadt Erkelenz

Kämmerer Norbert Schmitz stellte die wichtigsten Eckdaten des Jahresabschlussentwurfes 2025 vor. Der Haushaltsansatz 2025 wurde kaufmännisch vorsichtig mit einem negativen Jahresergebnis von 1,36 Millionen Euro geplant. Die Ergebnisrechnung, die die tatsächlichen Aufwendungen und Erträge des vergangenen Jahres gegenüberstellt, schließt mit einem positiven Ergebnis von etwa 5,4 Millionen Euro ab. Grund ist eine Rekordeinnahme: Mit 40,15 Millionen Euro nimmt die Stadt Erkelenz im Jahr 2025 so hohe Erträge bei der Gewerbesteuer ein wie noch nie zuvor. „Dieser sprunghafte Anstieg liegt jedoch vor allem an Nachveranlagungen aus den vorherigen Jahren und nicht nur an höheren Gewinnen der Erkelenzer Unternehmen“, ordnet Schmitz ein. „Wenn wir im laufenden Jahr 2026 bei der Gewerbesteuer rund 31 Millionen einnehmen und damit den diesjährigen Ansatz erreichen, bin ich zufrieden.“

Die Ausgleichsrücklage der Stadt, sozusagen das Polster für schlechte Zeiten, ist im vergangenen Jahr auf 51,78 Millionen Euro gestiegen und liegt damit leicht über dem Rekordniveau aus 2023. Im Rahmen der Finanzrechnung werden die Ein- und Auszahlungen gegenübergestellt, um einen Überblick über die Zahlungsströme und die Liquidität der Stadt zu erhalten.

Insgesamt lag 2025 ein Einnahmenüberschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit vor. Aufgrund von Investitionen sowie der Tilgung von Krediten ist die Liquidität, also die freie Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, im vergangenen Jahr jedoch gesunken. Am 31. Dezember 2025 lag die Liquidität bei etwa 4,5 Millionen Euro, Ende 2023 lag sie noch bei 27 Millionen Euro.

20,8 Millionen Euro hat die Stadt Erkelenz im vergangenen Jahr in die Infrastruktur investiert. Dazu gehörte unter anderem die Sanierung des Marktplatzes mit 3,2 Millionen Euro, die energetische Sanierung der Grundschule in Kückhoven mit 1,2 Millionen Euro und die Sanierung der Alten Schule in Holzweiler mit 1,3 Millionen Euro. Weiterhin wurden 1,1 Millionen Euro aus Kreditverbindlichkeiten getilgt. Die Stadt Erkelenz hat ihre Schulden somit auf 820.000 Euro gesenkt.

„Insgesamt ist der Jahresabschluss 2025 erfreulich, jedoch müssen wir im Blick behalten, dass die negativen Entwicklungen, die die Gemeinschaft der Kommunen in NRW bereits trifft, perspektivisch auch auf uns zukommen“, bewertet Schmitz.

So bedeutet die Rekordeinnahme bei der Gewerbesteuer im vergangenen Jahr, dass die Stadt Erkelenz in 2027 geringere Schlüsselzuweisungen des Landes Nordrhein-Westfalen erhält. Mit den Schlüsselzuweisungen wird ein steuerlicher Ausgleich geschaffen: die Kommunen, die finanzschwächer sind, erhalten mehr Unterstützung aus Steuermitteln des Landes als finanzstarke Kommunen. Weiterhin werden die Aufwände in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe weiter ansteigen, ohne dass es eine ausreichende Gegenfinanzierung vonseiten des Landes oder des Bundes gibt.

Zu befürchten ist außerdem eine massive Erhöhung der Kreisumlage, mit der der Haushalt der Stadt Erkelenz belastet wird. Aus den Einnahmen der Kreisumlage finanziert der Kreis Heinsberg beispielweise den Bau und die Unterhaltung von Kreisstraßen, der Berufsschule, der Volkshochschule sowie sonstiger Einrichtungen, die von mehr oder weniger allen kreisangehörigen Einwohner*innen benötigt und genutzt werden.

„Die Herausforderung für die kommenden Jahre ist und bleibt, den Saldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit, die Liquidität und die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur in einen positiven Einklang zu bringen, um die Stadtfinanzen weiterhin generationengerecht aufzustellen“, blickt Kämmerer Norbert Schmitz in die Zukunft. „Dass das zunehmend schwieriger wird, ist bei den Planungen für das Haushaltsjahr 2027 bereits erkennbar.“

Tiny-House-Siedlung: Änderung Vermarktungsstrategie

Im Juli 2025 hatte der Haupt- und Finanzausschuss die Rahmenbedingungen für die Vermarktung des Grundstücks im neuen Baugebiet am Mennekrather Kirchweg in Erkelenz beschlossen, auf dem eine Siedlung für Kleinwohnformen entstehen soll.

Geplant war, dass das gesamte Grundstück mit einer Fläche von 3.287 Quadratmetern durch einen Bauträger, Kapitalanleger oder Baugemeinschaften mittels einer Konzeptvergabe veräußert wird. Die Bewerbungsfrist lief am 2. August 2026 jedoch aus, ohne dass Angebote eingereicht wurden.

Am Konzept einer Siedlung für Kleinwohnformen (Tiny- House-Siedlung) hält die Verwaltung fest, weshalb im Ausschuss über den Vorschlag diskutiert wurde, nunmehr Einzelgrundstücke zu vermarkten. Dazu hat die Verwaltung eine erste Skizze einer möglichen Aufteilung vorgestellt, bei der 12 Grundstücke möglich sind. Die vorgesehenen Grundstücke weisen eine Größe zwischen rund 180 und 300 Quadratmetern auf. Im Mittelpunkt der Siedlung verbleibt ein Gemeinschaftsgrundstück, das an die meisten Gärten angrenzt sowie über zwei Stichwege erreicht werden kann. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, das Grundstück im Rahmen einer Vergabe von Einzelgrundstücken zu vermarkten.

Die Stadt bereitet nun bis zur Ausschusssitzung im November die neuen Vergabeunterlagen sowie den Kriterienkatalog vor, damit der Ausschuss über die neuen Rahmenbedingungen entscheiden kann. Ziel ist, zum Jahresbeginn 2027 erneut in die Vermarktung der Grundstücke einzusteigen.

Vermarktung Baugrundstücke gestartet

Im Baugebiet Gerderath – Am Neuser Weg hat die Vermarktung von Baugrundstücken für Investoren begonnen. Die Frist zum Einreichen von Projektskizzen läuft noch bis zum 22. November.

Die Vergabe der Baugrundstücke wird im Rahmen einer Konzeptvergabe entschieden. Von allen eingereichten Vorschlägen wird es eine Bewertung durch ein Fachgremium geben. Die Entscheidung über den Zuschlag trifft beim Baugebiet Gerderath – Am Neuser Weg die Gesellschafterversammlung der Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GEE).

Im Rahmen des Bewerbungsprozesses müssen auf Basis der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen eine Projektskizze, eine Baubeschreibung und eine vorläufige Finanzierungsbestätigung eingereicht werden. Der Bewerbungsprozess läuft über das Grundstücksportal www.freiebaugrundstuecke.de, über welches auch die jeweiligen Anforderungen und Bewertungsgrundlagen der Konzeptvergabe zum Download zur Verfügung stehen.

In Gerderath – Am Neuser Weg sind 4 Flächen für Investorenprojekte verfügbar. Reihenhäuser sowie mehrgeschossiger Wohnungsbau sind auf den Flächen vorgesehen. Die Flächen werden derzeit erschlossen, pro Quadratmeter werden 195 Euro fällig.

Ausflug des Pflegekinderdienstes in den Brückenkopfpark

Der Pflegekinderdienst hat am 31. August einen Ausflug mit Pflegefamilien und Kindern in den Brückenkopfpark Jülich gemacht. Ebenfalls teilgenommen haben die Pflegefamilien und Kinder der Stadt Heinsberg. Dies war eine gemeinsame Aktion der Jugendämter Stadt Heinsberg und Stadt Erkelenz.

Zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen, neue Kontakte zu knüpfen und sich miteinander auszutauschen. Der Ausflug ist Teil des Engagements der Pflegekinderdienste, Pflegefamilien und Pflegekinder miteinander zu vernetzen und den gegenseitigen Austausch zu fördern. Gerade für Pflegekinder kann es wertvoll sein, andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen, die ebenfalls in einer Pflegefamilie leben. So wird deutlich, dass sie mit ihrer persönlichen Geschichte und ihren Erfahrungen nicht allein sind. Gleichzeitig bot der gemeinsame Tag den Pflegeeltern die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte aufzubauen. Für die Fachkräfte der Pflegekinderdienste wiederum war der Ausflug eine schöne Gelegenheit, die Familien auch außerhalb des regulären Hilfeplanverfahrens in ungezwungener Atmosphäre persönlich zu erleben.

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die gemeinsame Zeit. Der Ausflug sollte den Pflegefamilien eine unbeschwerte und positive Zeit miteinander ermöglichen und zugleich ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes für das wichtige Engagement der Pflegeeltern setzen.

Die eigene Zukunft mitgestalten: Jugendwerkstatt in der Stadthalle

Knapp 80 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren haben bei einer Jugendwerkstatt in der Stadthalle ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft von Erkelenz eingebracht.

Die Meisten hatten sich im Vorfeld angemeldet, andere kamen spontan dazu. Unter dem Motto „Meckern, träumen, gestalten“ ging es zunächst darum, offen anzusprechen, was in Erkelenz aus Sicht junger Menschen nicht gut funktioniert, sie stört oder wo sie sich unwohl fühlen. Anschließend war Raum für die „Utopie“: Was würden die Jugendlichen in Erkelenz verändern, wenn Geld und Ressourcen keine Rolle spielen würden? In einer dritten Phase wurden die Ideen schließlich auf den Boden der Realität geholt und gemeinsam herausgearbeitet, was den Teilnehmenden besonders wichtig ist.

Die Ergebnisse: Neben mehr Möglichkeiten, sich zu treffen – etwa bei Partys, in einem Kreativ-Café oder in gemütlichen, loungeartigen Bereichen – wurde ein Wunsch besonders deutlich: Erkelenz soll grüner werden. Natur und Freiräume haben für die jungen Menschen einen hohen Stellenwert. Genauso ist für sie die Infrastruktur wichtig. Gute ÖPNV-Anbindung, Sichere Fahrradwege, ausreichend Beleuchtung oder auch Räume zum lernen und Treffen sind den jungen Menschen wichtig.

Mit Getränken versorgt und im großen Saal angekommen, sorgte unter anderem ein Wurf-Mikrofon dafür, dass die ersten Hemmungen schnell verschwanden. Zum Ende hin war die kreative Energie deutlich zu spüren: In Kleingruppen wurden Ideen entwickelt, auf Papier gebracht oder mit KI in aktuelle Fotos der Stadt eingearbeitet. Die Jugendwerkstatt hat eindrucksvoll gezeigt, wie viele Ideen und Vorstellungen junge Menschen für ihre Stadt haben. Aus den Ideen sollen jetzt konkrete Ideen für die nächsten Jahre entwickelt werden.

Die Ergebnisse der Jugendwerkstatt werden nun gemeinsam mit Kindern einer „Steuerungsgruppe“ ausgewertet und in den Kinder- und Jugendförderplan für die Jahre 2027 bis 2031 einfließen. Die dort gesammelten Ideen sollen in den kommenden Jahren weiter geprüft, konkretisiert und – wo möglich – umgesetzt werden.

Ausschuss Bauen, Betriebe, Klimaschutz und Umwelt hat getagt

Der Ausschuss für Bauen, Betriebe, Klimaschutz und Umwelt hat getagt. Bei seiner Sitzung am 9. September wurde unter anderem über die Eisenbahnüberführung Mühlenstraße und die Kita Bauxhof gesprochen.

 

Eisenbahnüberführung Mühlenstraße

Das Projekt Eisenbahnüberführung (EBÜ) Mühlenstraße der InfraGo AG, einer 100-prozentigen Tochter der Deutschen Bahn AG, befindet sich derzeit in der Bauphase. Nach Abschluss der aktuell laufenden Arbeiten kann zum Ende des Jahres die Sperrung vorrübergehend wieder aufgehoben werden, bevor die Unterführung im April wieder geschlossen werden muss. Die Arbeiten sollen dann im Oktober 2027 abgeschlossen werden.

Die InfraGo AG stellt die Unterführung nur in der gleichen Breite wieder her wie die bestehende Unterführung, andernfalls hätte die Stadt Erkelenz die Kosten für eine verbreitete Unterführung insgesamt übernehmen müssen. Bereits vor einiger Zeit wurde diese Variante daher verworfen.

Da sich die bestehende Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer sehr unbefriedigend darstellt, soll die die Verkehrsführung im Bereich der Eisenbahnüberführung nach der Fertigstellung angepasst werden. Zukünftig soll der Autoverkehr einspurig durch die Unterführung geführt werden. Eine intelligente Ampelschaltung regelt dann, welcher Verkehr jeweils durchfahren darf. Dadurch wird ausreichend Platz für einen sicheren und getrennten Rad- und Fußweg auf der östlichen Seite geschaffen und ermöglicht eine von der Ampel unabhängige Durchfahrt für Fahrradfahrer bzw. Durchwegung für Fußgänger. Auf der Nordseite der Unterführung, an der Einmündung Im Mühlenfeld, bekommt der Radverkehr aus Richtung Süden einen rot markierten und bevorrechtigten Radfahrstreifen. Dieser wird zusätzlich durch entsprechende Radweg-Symbole gekennzeichnet.

Mit den Planungen des Bereiches der Unterführung wurden auch ein erstes Konzept für die Fortführung der Straße bis zur Anton-Raky-Allee vorgestellt. Auch hier soll in einem zweiten Bauabschnitt eine Optimierung zugunsten von Fuß-, Rad- und ruhenden Verkehr ermöglicht werden.

Die InfraGo AG übernimmt die Kosten für die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen im eigentlichen Baubereich. Die Anschlussbereiche mit Ampeln müssen dagegen von der Stadt Erkelenz bezahlt werden.

Der Ausschuss beauftragt das Tiefbauamt damit, die Arbeiten unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten der InfraGo an der Eisenbahnüberführung durchzuführen. Der Beschluss betrifft zunächst den ersten Bauabschnitt. Dieser umfasst den engen Bereich der Eisenbahnüberführung und die angrenzenden Bereiche.

Laufende Baumaßnahme Neubau Kita Bauxhof

Der Neubau der Kita Bauxhof hat große Fortschritte gemacht: Die Montage der Schreinerarbeiten, insbesondere der Einbaumöbel, ist derzeit in Arbeit. Die Bodenbelags- und Trockenbauarbeiten sind bereits vollständig abgeschlossen. Auch die Malerarbeiten werden voraussichtlich in der kommenden Woche fertiggestellt. Die Innentüren werden nach den bisherigen Verzögerungen nun für Ende September erwartet. Die baubehördlichen Abnahmen sind bereits angemeldet und terminiert. Arbeiten an den Außenanlagen sollen ebenfalls bis Ende September fertiggestellt werden. Die Inbetriebnahme kann nach aktuellem Stand terminlich eingehalten werden und soll ab dem 5. Oktober diesen Jahres erfolgen. Auch die geplanten Baukosten werden voraussichtlich weitestgehend eingehalten.

Regeln zu Vorgärten, Zäunen & Co. einfach erklärt

In Baugebieten gibt es mitunter Vorgaben zur Gestaltung von Vorgärten, Einfahrten und Zäunen. In einer Infobroschüre erinnert die Stadt Erkelenz nun an die geltenden Regeln im Oerather Mühlenfeld West.

„Ziel der Festsetzungen in Bebauungsplänen ist es, ein einladendes Baugebiet zu erschaffen, welches nicht abgeschottet wirkt“, erläutert Michael Joos, der das Planungs- und Bauaufsichtsamt der Stadt Erkelenz leitet. „Mit den Regelungen wird ein Rahmen geschaffen, damit Häuser und Grundstücke harmonisch wirken, ohne die Eigentümerinnen und Eigentürmer stark einzuschränken.“

Seit Jahren gibt es sehr ähnliche Regelungen zur Vorgartengestaltung, zu Einfahrten und Zäunen in den Bebauungsplänen der Stadt Erkelenz.
Für Vorgärten werden maximale Höhen von Zäunen und Hecken festgesetzt, um keinen erdrückenden Straßenraum zu erhalten. „Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich auf einer schmalen Straße und rechts und links sind Grundstücke mit zwei Meter hohen Mauern. Dadurch würden tunnelartige Angsträume entstehen, die wir über den Bebauungsplan ausschließen“, so Joos. Durch die festgesetzten Höhen von 1,20 Metern im Vorgartenbereich werden außerdem Sichtbeziehungen ermöglicht, die auch einen gewissen Schutz und soziale Kontrolle im Gebiet entstehen lassen.
Aus diesem Grund sind in vielen Bebauungsplänen zu öffentlichen Straßen keine Mauern zulässig, sondern Bepflanzungen aus Hecken und Sträuchern. Um dem Sicherheitsbedürfnis zu entsprechen, sind zusätzlich transparente Zäune zulässig.
Rückwärtige Bereiche von Gebäuden, in denen sich zum Beispiel Terrassen befinden, weisen ein anderes Sicherheitsbedürfnis auf. Aus diesem Grunde sind hier zu öffentlichen Verkehrsflächen Zäune mit zwei Metern Höhe zulässig.
Auch zur Versiegelung von Vorgärten gibt es Vorgaben, hier spielt der Hitzeschutz sowie der Schutz vor Starkregen in Baugebieten eine besondere Rolle. Steingärten heizen sich deutlich stärker auf als begrünte Vorgärten. Zudem kann die Versickerung des Niederschlagswasser stark gehemmt sein.

In den letzten Jahren hat die Bauaufsicht der Stadt Erkelenz bereits verschiedene Baugebiete kontrolliert, um festzustellen, ob die Vorgaben, die im jeweiligen Bebauungsplan zu Vorgärten und Einfriedungen gelten, eingehalten werden.
Zuletzt wurden die Baugebiete in der Schlei in Schwanenberg und Hinter Klüschgarten in Kückhoven überprüft. Dies erfolgte jeweils, sobald die Häuser bewohnt waren, da erfahrungsgemäß der Vorgarten gestaltet wird, wenn der Einzug bereits erfolgt ist.

Im Oerather Mühlenfeld steht die Überprüfung im Sommer 2027 an. Vorab geht die Stadt proaktiv auf die Bürgerschaft zu und verteilt in diesem September Informationsbroschüren an die Haushalte im Oerather Mühlenfeld West. Wer erst kürzlich oder in den kommenden Monaten ein Grundstück im Baugebiet erwirbt, wird in 2027 noch nicht kontrolliert.

Parallel nimmt das Tiefbauamt Überprüfungen hinsichtlich der Wasserableitung vor. So darf kein Niederschlag von Grundstücken über öffentliche Flächen zum Beispiel Bürgersteige oder Straßen entwässern. Dies dient unter anderem dem Schutz vor Hochwasser bei Starkregen. Auch hierzu findet die Bürgerschaft Erläuterungen in der Broschüre.

Förderung zur Sanierung der Turnhalle des Cusanus-Gymnasiums bewilligt

Die Turn- und Gymnastikhalle des Cusanus-Gymnasiums ist stark sanierungsbedürftig. Das betrifft neben Sportböden, Fenstern, Türen und sanitären Anlagen auch die auch die Außenhülle und die haustechnischen Anlagen des Gebäudes. Das Land Nordrhein-Westfalen hat nun gemäß der Richtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregion in Nordrhein-Westfalen – energetischen Sanierung kommunaler Gebäude im Rheinischen Revier – eine Projektförderung mit Bundesmitteln in Höhe von 2.597.765,21 € und Landesmitteln in Höhe von 289.810,31 € bewilligt. Der Eigenanteil beträgt 2.908.630,66 € (ca. 50 %).

Die Turn- und Gymnastikhalle soll umfassend energetisch saniert und technisch modernisiert werden. Vorgabe der Richtlinie ist es, den Primärenergiebedarf um mindestens 50% zu reduzieren und das Gebäude energetisch zu sanieren. Der Förderantrag dazu wurde nun bewilligt, der Förderanteil beträgt 49.84%. Die zuwendungsfähigen Kosten (Gesamtbaukosten einschl. Nebenkosten) betragen 5.796.206,- €.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten stehen für das Gebäude große Maßnahmen an: Die Außenwände und der Hallenboden sollen eine Wärmedämmung erhalten, das Dache eine Gefälledämmung. Außerdem werden Fenster, Lichtkuppeln und Türen vollständig erneuert. Das Gebäude wird derzeit noch von der zentralen Wärmeerzeugung des Schulzentrums versorgt. Das Gebäude erhält im Rahmen der Sanierung jetzt eine autarke Wärmeversorgung mit einer Wärmepumpe. Um die Voraussetzungen für eine energiesparende LED-Beleuchtung zu schaffen wird die Elektroinstallation einschließlich Unterverteilung und Leitungen ebenfalls vollständig erneuert. Auch ein 30 m² großer, neuer Technikraum soll entstehen. Darüber hinaus werden die Wasser- und Abwasseranlagen sowie der Blitzschutz erneuert. Durch die geplanten Maßnahmen soll der Primärenergiebedarf um rund 69 % reduziert werden. Dazu trägt auch eine geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach bei.

Ausgangslage an der Turn- und Gymnastikhalle des Cusanus-Gymnasiums

Die Sporthalle wurde 1963/64 gebaut. Sie besteht aus einer Turnhalle mit ca. 400 m², einer Gymnastikhalle mit ca. 220 m² sowie verschiedenen Nebenräumen wie Umkleiden, Geräteräumen und Technikräumen.

Im Vorfeld der geplanten Sanierung wurde das Gebäude genauer untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Zustand deutlich schlechter ist als zunächst angenommen. Neben den bereits geplanten Arbeiten an Böden, Fenstern und Türen sind umfangreiche weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die tragende Konstruktion besteht hauptsächlich aus Betonstützen und Betonplatten. An diesen Bauteilen wurden zahlreiche Risse und Abplatzungen festgestellt. Auch energetisch ist das Gebäude nicht mehr zeitgemäß.

Durch Schäden am Dach ist es teilweise zu erheblichen Schäden an den Decken gekommen. Die vorhandenen Reparaturen sind teilweise nur provisorisch. An einigen Stellen fehlt die abgehängte Decke bereits vollständig. Auch die Betonplatten an den Stirnwänden sind beschädigt, die Fassade wird entsprechend saniert.

Die Sportböden beider Hallen müssen vollständig erneuert werden. Der Boden der Turnhalle ist stark beschädigt und gibt teilweise nach. Außerdem gibt es Hinweise auf größere Feuchteschäden. Auch der Parkettboden der Gymnastikhalle ist beschädigt. Durch undichte Regenfallrohre ist Wasser eingedrungen, wodurch sich Teile des Holzbodens verformt haben. Die Nebenräume sind zusätzlich stark sanierungsbedürftig und werden insgesamt saniert und bei der Gelegenheit neu strukturiert.

„Rund 1.600 Schülerinnen & Schüler besuchen das Cusanus-Gymnasium derzeit, damit gehört es zu den größten Gymnasien in NRW. Eine zeitgemäße Halle ist dabei zur Durchführung des Sportunterrichts essenziell, dementsprechend freuen wir uns sehr über die Bewilligung des Antrages. Neben den Schulklassen finden nachmittags und abends hier auch viele Vereine ihre sportliche Heimat, die Sanierung kommt also ganz vielen Menschen aus dem Stadtgebiet zugute“, freut sich Bürgermeister Stephan Muckel.

Angestrebt wird ein Baubeginn zum Ende dieses Jahres (erste Rückbauarbeiten) bzw. ein Beginn im Frühjahr 2027

 

Offene Sprechstunde mit Bürgermeister Stephan Muckel 

Am 19. September findet von 10 bis 12 Uhr eine Sprechstunde mit Bürgermeister Stephan Muckel statt. Die Sprechstunde findet im Foyer des städtischen Kindergartens Immerath (Jackerather Str. 1) statt. Es ist keine Terminvereinbarung nötig.

Neben der Möglichkeit, ihn per Mail zu erreichen oder einen persönlichen Gesprächstermin zu vereinbaren, bietet Bürgermeister Stephan Muckel regelmäßige Bürgersprechstunden an. Dann haben alle Interessierten Gelegenheit, Anliegen, Kritik oder offene Fragen dem Bürgermeister im Rahmen der offenen Bürgersprechstunde persönlich vorzutragen. In der Regel finden die Bürgersprechstunden einmal im Monat an jeweils unterschiedlichen Orten in den Erkelenzer Dörfern oder Stadtteilen für jeweils zwei Stunden statt. „Die Bürgerinnen und Bürger können ohne Termin zu mir kommen und ihr Anliegen vortragen, Fragen stellen oder Kritik äußern“, erklärt Bürgermeister Stephan Muckel. „Sofern Bürgerinnen oder Bürger Anliegen haben, die sich in einem ersten Gespräch nicht klären lassen, nehme ich die Anfrage mit in die Stadtverwaltung und werde sie zeitnah beantworten.“

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