Ausschuss Bauen, Betriebe, Klimaschutz und Umwelt hat getagt

Der Ausschuss für Bauen, Betriebe, Klimaschutz und Umwelt hat bei seiner Sitzung am 8. Juli unter anderem über die Sanierung der Kölner Straße und laufende Baumaßnahmen gesprochen.

Sanierung Kölner Straße

Als die Erkelenzer Innenstadt umgebaut wurde, wurden auch zahlreiche Abwasserkanäle saniert. In der Kölner Straße zwischen Altem Rathaus und Commerzbank/Hut Jansen wurde an zwei Abwasserkanälen gearbeitet. Ein näher an der Straßenoberfläche liegender Kanal wurde saniert, ein tieferliegender Hauptkanal wurde vollständig erneuert. Aufgrund seiner Lage und der in Teilen engen Bebauung innerhalb der Fußgängerzone in der Kölner Straße fand die Erneuerung des tieferliegenden Kanals in bergmännischer Bauweise, im Stollenbauverfahren, statt.
Der marode Kanal, insgesamt etwa 100 Meter lang, wurde in zwei Abschnitten erneuert, zunächst ab Januar 2024 zwischen Altem Rathaus bis etwa zur Mitte des Marktplatzes, dann ab Oktober 2024 zwischen Markt und Commerzbank/Hut Jansen.
Im zweiten Bauabschnitt war es im vergangenen Jahr teilweise zu Absackungen des Pflasters gekommen. Die Absackungen wurden im September 2025 provisorisch aufgearbeitet.
Um das Schadensbild vollständig zu ermitteln und darauf aufbauend eine passende Sanierungsstrategie zu entwickeln, hat die Stadt Erkelenz in den vergangenen Monaten mit externen Fachleuten zusammengearbeitet.
Bereits Ende 2025 wurde als Ursache für die Absackungen ein ausgespülter Untergrund, hervorgerufen durch Starkregenereignisse, in Kombination mit dem noch nicht verfüllten Stollenvortrieb der damals laufenden Kanalsanierung vermutet.
Die Untersuchungen des beauftragten Ingenieurbüros Taberg, das seine Ergebnisse nun im Bauausschuss vorstellte, bestätigen dies.

Das externe Ingenieurbüro untersuchte die Bauweise des Stollens, die teilweise parallellaufenden Arbeiten verschiedener Unternehmen und die extremen Starkregenereignisse im Mai, Juli und September 2025.
Zunächst stellte das Ingenieurbüro heraus, dass das gewählte Stollenbauverfahren vom Grundsatz her ein bewährtes und das richtige Verfahren ist, um in engen Fußgängerzonen wie in der Kölner Straße Abwasserkanäle zu erneuern.
Neben der Erneuerung des Hauptabwasserkanals im Stollenbauverfahren erneuerten die Versorger auch ihre Strom-, Gas- und Trinkwasserleitungen, außerdem wurde Glasfaser verlegt und es wurden Kanalhausanschlüsse repariert. Geplant war, dass die verschiedenen Gewerke baubetrieblich getrennt voneinander arbeiten. Zunächst sollte der Kanal im Stollenbauverfahren erneuert werden, danach sollten die anderen Gewerke folgen. Im tatsächlichen Bauablauf hat sich eine Überlappung der Bauarbeiten ergeben. Trotz der Umstellung auf einen Zweischichtbetrieb benötigte der Stollenvortrieb mehr Zeit als in der Planung angenommen wurde.
Während im zweiten Bauabschnitt zwischen Markt und Hut Jansen/Commerzbank gearbeitet wurde, kam es zusätzlich zu mehreren, kurz aufeinander folgenden Starkregenereignissen. Das Regenwasser drang auf verschiedenen Wegen in den Stollen ein und nahm den umliegenden Lößlehm sowie Füllmaterial aus der Umgebung in den Stollen mit. So spülte das Regenwasser Hohlräume zwischen den Stollen und die Straßenoberfläche, die schlussendlich zu den Absackungen des Pflasters führten.
Das Ingenieurbüro stellte in seinem Gutachten fest, dass der Schaden nicht auf einzelne Beteiligte zurückzuführen ist. Es war zum Zeitpunkt der Arbeiten nicht erkennbar, dass eine Überlappung der Gewerke zu dem vorliegenden Schaden führen konnte oder dass eine andere Arbeitsweise in der Kölner Straße notwendig gewesen wäre.

Im September 2025, kurz nach dem Starkregen am 9. September, wurde der Stollen verfüllt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hohlräume bereits entstanden. Durch die Verfüllung des Stollens wurde der Prozess, der zu den Absenkungen führte, zwar unterbrochen, jedoch belegt eine regelmäßige Überwachung des Bodens, dass es nach wie vor kleinere Setzungen gibt. Dies legt nahe, dass trotz der Verfüllung der offensichtlichen Hohlräume im September 2025 noch weitere zu wenig verdichtete Bereiche im Untergrund vorhanden sind.

Um diese zu eliminieren, schlägt das Ingenieurbüro vor, in einem vorab definierten Raster ein spezielles mineralisches Produkt in den Boden zu injizieren, das üblicherweise zur Verfestigung instabiler Untergründe eingesetzt wird.
Die Stadt Erkelenz folgt dem Vorschlag des auf Umwelt, Bergbau und Geotechnik spezialisierten Ingenieurbüros und bereitet noch in diesem Jahr die Ausschreibung vor, um ein für die Sanierung der Kölner Straße geeignetes Unternehmen zu finden. Geplant ist, dass die Sanierung Anfang 2027 nach den nassen Wintermonaten beginnt. Darauf sollen die Bauarbeiten in der Ostpromenade folgen, die im Mai 2026 durch den Bauausschuss beschlossen wurden.

Arbeiten an öffentlichen Gebäuden

Verschiedene Baumaßnahmen wie die Instandsetzung der Trauerhalle in Gerderath oder der Einbau eines Aufzugs in die Leonhardskapelle wurden kürzlich abgeschlossen. An der Erkelenzer Burg haben die Arbeiten für die barrierefreie Erschließung begonnen. Die Rohbauarbeiten sollen bis zur Burgkirmes im September abgeschlossen sein.

Arbeiten an Schulen, Kitas und Spielplätzen

Die Grundschule in Kückhoven wird seit etwa drei Jahren erweitert und saniert. Aktuell befinden sich die Arbeiten auf der Zielgeraden, die letzten Räume sollen zum neuen Schuljahr 2026/2027 in Betrieb gehen.
In den Sommerferien finden in verschiedenen Schulen Ausbesserungsarbeiten statt, zum Beispiel werden die Klassenraumtüren und Bodenbeläge in den Fluren der Realschule erneuert.

Die Kita Bauxhof wird seit September 2024 neu errichtet. Auch hier befinden sich die Arbeiten auf der Zielgeraden. Die Kita-Plätze sind zum 1. Oktober 2026 vergeben, bis dahin ist das Gebäude nutzbar. Der Außenbereich wird voraussichtlich ab August hergestellt und soll ebenfalls im Oktober fertiggestellt werden.

Auch der Außenbereich der Kita Adolf-Kolping-Hof soll aufgewertet werden. Für den U3-Bereich soll ein neues Spielgerät aufgebaut und eine Sandfläche hergestellt werden, für den Ü3-Bereich ist eine Bobbycar-Bahn vorgesehen. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen werden.

Erneuerung Anton-Heinen-Straße

Die ersten beiden Bauabschnitte der Anton-Heinen-Straße zwischen Krefelder Straße und Baumschulweg sind komplett fertiggestellt. Im dritten Bauabschnitt, der bis zur Kreuzung der Brückstraße geht, werden derzeit die Entwässerungsleitungen verlegt und der Straßenoberbau hergestellt. Die Baumaßnahme liegt aktuell im Zeitplan, die Anton-Heinen-Straße soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Erschließung von Baugebieten

Das Baugebiet am Mennekrather Kirchweg ist vollständig erschlossen, die Abnahme ist erfolgt. Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Oerather Mühlenfeld West sind bis auf die Pflasterarbeiten und Straßenbauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Im Baugebiet am Neuser Weg in Gerderath finden derzeit die Erschließungsarbeiten statt, unter anderem wurde der Untergrund für den Straßenbau hergestellt und erste Arbeiten an den Versickerungsanlagen haben begonnen.
Während in den genannten Baugebieten Wohnraum geschaffen wird, soll am Weidbruchsweg in Gerderath zunächst das neue Gebäude der Floßbachschule, eine Förderschule in Trägerschaft des Kreises Heinsberg, errichtet werden. Die Erschließungsarbeiten für das Baugrundstück beginnen in den kommenden Wochen. Das ebenfalls geplante Baugebiet soll zu einem späteren Zeitpunkt erschlossen werden.

Barrierefreiheit: Veranstaltungsraum der Leonhardskapelle jetzt mit Aufzug zugänglich

Der Veranstaltungsraum der Leonhardskapelle ist jetzt auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erreichbar und Veranstaltungen so erlebbar.

An der Rückseite der Leonhardskapelle befindet sich nun eine Aufzuganlage, durch die der barrierefreie Zugang ab sofort möglich ist.
Der Aufzug ist so konzipiert, dass Nutzende im Aufzug nicht wenden müssen, zudem kann er eine Last von bis 630kg tragen. Der Entwurf der Anlage stammt von den Architekten Tillmanns/Nahrath und wurde gemeinsam mit dem Hochbauamt der Stadt Erkelenz umgesetzt. Das Schachtgerüst ist 8,40m hoch, mit der Sicherheit ist ein 24-Stunden-Notruf-Service beauftragt.

Mit dem Bau der Aufzuganlage wurde im September 2025 begonnen, die Arbeiten konnten in dieser Woche endgültig abgeschlossen werden. „Kultur soll in Erkelenz für alle Menschen erlebbar sein, völlig unabhängig davon, wie mobil diese sind. Die Aufzuganlage liefert somit einen weiteren Baustein zu einer inklusiven Stadt“, freut sich Bürgermeister Stephan Muckel bei der Inbetriebnahme der Anlage. Auch der Technische Beigeordnete Martin Fauck, Anke Sonnenschein (Amtsleitung Hochbauamt), Michael Pasch (Hochbauamt) sowie die Architekten Tillmanns/Nahrath waren vor Ort.

Die barrierefreie Erreichbarkeit des Veranstaltungsraums ist Teil des integrierten Handlungskonzeptes „Erkelenz 2030“.

School‘s Out Party im Erka-Bad

Am 17. Juli findet von 16 bis 21 Uhr die School’s Out Party im Erkelenzer Freibad für alle Kinder und Jugendlichen der 5. bis 13. Klasse statt. Für alle anderen wird das ERKA-Bad ab 12 Uhr geschlossen.

Zum Start in die Sommerferien können sich die Kinder und Jugendlichen ab der 5. Klasse auf eine erfrischende Abkühlung zu lockerer DJ-Musik freuen. Mit der School’s Out Party im ERKA-Bad eröffnet die Stadt Erkelenz die Sommerferien und startet ihr Ferienprogramm. Der Eintritt kostet zwei Euro, ein Freigetränk in Form eines Trinkpäckchens ist inklusive. Am Eingang findet eine Kontrolle des Schülerausweises statt.

Am Abend gibt es eine kostenfreie Tombola mit Preisen aus Erkelenz. Alle Kinder und Jugendlichen können beim Einlass daran teilnehmen. Snacks sind im Kiosk-Freibad erhältlich. Um die alkoholfreien Cocktails in der Tanzpause kümmern sich die Teamer der Stadt Erkelenz. DJ und Veranstaltungstechnik kommen vom MT-Eventservice. Die DLRG Ortsgruppe Erkelenz sorgt für die Sicherheit der schwimmenden Gäste.

„Die Sommerparty zum Abschluss des Schuljahres geht hiermit in die dritte Runde und wir hoffen wieder auf eine rege Teilnahme“, so Stadtjugendpflegerin Katharina Lüke, die zusammen mit Eva Beckers die Veranstaltung organisiert. Bei Schlechtwetter wird die Party ins Hallenbad verlegt.

Junge Schreibtalente gesucht

In den Sommerferien geht das Ferienreporter-Angebot der Stadt Erkelenz in die siebte Runde. Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren können sich mit professioneller Begleitung auf die Pirsch begeben und den Ferienspielen auf den Zahn fühlen. Textbeiträge und Fotoreportagen werden im Magazin „Ferienspieler“ veröffentlicht.

Die Sommerferienspiele, die die Stadt Erkelenz jährlich organisiert, halten ein umfangreiches Angebot bereit. Für alle ist etwas dabei – für die, die Abenteuer suchen, ebenso wie für Kreative oder auch für jene, die spielen oder chillen wollen. Und dann gibt es noch ein Angebot für Medieninteressierte: die „Ferienreporter“. Junge Schreibtalente berichten über die Veranstaltungen der Ferienspiele oder machen Fotoreportagen. Am Ende wird eine professionelle Zeitschrift produziert: Im „Ferienspieler“ erscheinen alle Beiträge der journalistischen Nachwuchskräfte. Auch in diesem Jahr steht ein Besuch der Erkelenzer Lokalredaktion der „Rheinischen Post“ für die Schreibtalente auf dem Programm. Begleitet und betreut werden die Kinder und Jugendlichen von den drei Erkelenzer Journalisten Kurt Lehmkuhl, Helmut Wichlatz und René Wagner. Finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Angebots erhält die Stadt Erkelenz im Rahmen des landesweiten Förderprogramms „Kulturrucksack NRW“.

„Mitmachen können im Prinzip alle zwischen zehn und 14 Jahren“, erklärt die Stadtjugendpflegerin Katharina Lüke. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Workshop mit den Journalisten am Samstag, 11. Juli, von 13 bis 15 Uhr im Konferenzraum im Obergeschoss der Stadtbücherei. Dort können die Kinder und Jugendlichen herausfinden, ob sie Ferienreportagen erstellen möchten und dabei lieber fotografieren oder schreiben wollen und welche Themen möglicherweise in Frage kommen. „Natürlich muss niemand die gesamte Ferienzeit im Einsatz sein. Wer zuerst mit den Eltern in den Urlaub fährt, kann zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen. Außerdem kann man die Teilnahme unterbrechen oder auch nur eine bestimmte Zeit mitmachen.“

Anmeldungen für das „Ferienreporter“-Programm sind möglich unter www.unser-ferienprogramm.de/erkelenz möglich, unabhängig vom Beginn der Anmeldungen zum sonstigen Ferienspieleprogramm der Stadt Erkelenz. Fragen beantwortet Katharina Lüke unter Tel. 02431-85 327 oder per E-Mail unter katharina.lueke@erkelenz.de.

Feuerwehrfest: Volles Programm rund um die Burg

Gleich drei Anlässe zum Feiern gab es rund um die Burg am vergangenen Samstag: Das Jubiläum 50 Jahre Jugendfeuerwehr, die Einsegnung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) und das Sommerfest der Löscheinheit Erkelenz. Neben Ehrungen und einer Rallye stand eine Fahrzeugschau auf dem Programm, die auch spontane Besucher beeindruckte.

Bürgermeister Stephan Muckel begrüßte die Feuerwehrleute und Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie ihre Gäste und fasste zusammen: „Wenn wir heute auf 50 Jahre Jugendfeuerwehr Erkelenz zurückblicken, dann sprechen wir nicht einfach über ein Jubiläum. Wir sprechen über fünf Jahrzehnte, in denen junge Menschen gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen. Über fünf Jahrzehnte, in denen Freundschaften entstanden sind. Und über fünf Jahrzehnte, in denen der Grundstein für das gelegt wurde, was unsere Feuerwehr bis heute ausmacht.“ Aktuell engagierten sich 73 junge Menschen in der Jugendfeuerwehr, dass inzwischen fast jedes dritte Mitglied weiblich sei, zeige, wie vielfältig und attraktiv unsere Feuerwehr geworden sei.

Seiner Rede folgten Grußworte vom aktuellen Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Selmair und seinem Vorgänger Michael Schnitzler, der einen Einblick in die Historie der Jugendfeuerwehr gewährte: „Was einst in bescheidenem Rahmen in Lövenich begann,entwickelte sich zu einer bedeutenden Gemeinschaft, die über Generationen hinweg junge Menschen geprägt und für die Werte der Feuerwehr begeistert hat.“

Wehrleiter Malte Ammernick weiß um die Bedeutung der Jugendfeuerwehr und machte deutlich, dass viele, die in der Jugendfeuerwehr begonnen haben, der Feuerwehr später auch im aktiven Dienst treu geblieben sind. Er nutzte das Fest für zwei besondere Anlässe: die Beförderung von Feuerwehrmann Torsten Schick zum Unterbrandmeister und die Verleihung der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr NRW an den stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart Simon von der Ruhr.

Anschließend übergab er das Wort an Gemeindereferentin Petra Woelfer und Diakonin Carmen Broich, die dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 den geistlichen Segen gaben. Stephan Muckel freute sich über die Indienststellung des neuen Fahrzeuges: „Mit einem Investitionsvolumen von 641.000 Euro ist dieses Fahrzeug ein klares Bekenntnis der Stadt Erkelenz zu einer leistungsfähigen Feuerwehr. Es ist mit modernster Technik ausgestattet – vom akkubetriebenen hydraulischen Rettungssatz über Sprungpolster und Hochleistungslüfter bis hin zu umfangreicher Ausrüstung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung. Doch bei aller Technik gilt: Das wichtigste an jedem Feuerwehrfahrzeug sitzt nicht vorne unter der Motorhaube, das Wichtigste sitzt im Mannschaftsraum.“

Nach dem Ende des offiziellen Teils begann die Rallye der Jugendfeuerwehr mit rund 200 Teilnehmenden auch aus den Reihen von Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und Pfadfindern. Das Programm vor der Burg endete mit dem Sommerfest der Löscheinheit Erkelenz.

Umsiedlung offiziell beendet

Mit einem Abschlussfest haben die Dorfgemeinschaften, die Stadt Erkelenz, die RWE Power AG und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen am 4. Juli das offizielle Ende der Umsiedlung von Keyenberg, Kuckum, Westrich und Berverath gefeiert.

Rund zehn Jahre befanden sich Menschen, Dorfgemeinschaften und Vereine auf dem Weg, ihre Heimatorte zu verlassen und an einem neuen Standort ihr Leben wiederaufzubauen. Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sollten dem Tagebau Garzweiler II weichen, 1995 war der Braunkohlenplan durch die Landesregierung beschlossen worden.

Im Dezember 2016 begann die zeitgleiche Umsiedlung an die neuen Standorte im Norden des Erkelenzer Stadtgebietes.
Vor vier Jahren, am 4. Oktober 2022, verständigten sich die Bundes- und Landesregierung sowie RWE auf den vorgezogenen Kohleausstieg 2030. Dies war die Grundlage dafür, dass das geplante und genehmigte Abbaugebiet des Tagebau Garzweiler II erneut verkleinert wurde. Viele Quadratkilometer des Erkelenzer Stadtgebietes, darunter auch die Orte, die sich noch im Umsiedlungsprozess befanden, bleiben nun erhalten.

Während des Abschlussfestes wurde an den gemeinsamen Weg und das Entstehen der neuen Lebensorte erinnert, das Ankommen gefeiert und die Zukunft der alten Orte in einer neu entstehenden Landschaft skizziert.
Das gemeinsame Fest begann mit einem Wortgottesdienst in der Kapelle St. Petrus in Keyenberg, die am 19. Juni 2022 eingeweiht wurde. Der darauffolgende Festakt fand in der Mehrzweckhalle in Keyenberg statt, die zu Beginn des Jahres 2024 den Dorfgemeinschaften und den Vereinen übergeben worden ist.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte das Abschlussfest und richtete sich persönlich an die umgesiedelten Menschen. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Was die Menschen aus Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath in den vergangenen zehn Jahren geleistet haben, verdient Respekt und Anerkennung: Sie haben ihre Heimatorte verlassen müssen und sich zugleich neue Heimat geschaffen. Denn Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte. Heimat, das sind Nachbarschaften, Vereine, Traditionen – und der Wille, füreinander einzustehen. Diesen Willen haben die Dorfgemeinschaften eindrucksvoll bewiesen. Projekte wie die Entwicklung von Morschenich-Alt zum Zukunftsdorf Bürgewald, die Umwandlung des Kraftwerks Frimmersdorf zum Innovationsstandort oder die Aufwertung von zahlreichen Dorfzentren durch nachhaltige Lösungen für den öffentlichen Raum stehen exemplarisch dafür, wie wir das Rheinische Revier zukunftsfest machen. So gelingt der Wandel von der Braunkohle zur Boom-Region“, sagte Ministerin Scharrenbach.

Der Erkelenzer Bürgermeister Stephan Muckel stellte den Zusammenhalt und die Gemeinschaften der Menschen in den Mittelpunkt. „Heimat entsteht dort, wo Menschen füreinander da sind“, betonte er. „Man kann einen Ort verlegen, wenn die Gemeinschaft am neuen Ort fortbesteht.“ Der offizielle Abschluss der Umsiedlung werde zwar mit dem Fest gefeiert. „Aber wir wissen auch: Ankommen hat kein Datum. Ankommen ist ein Prozess.“

Auch Thomas Körber, Vorstandsmitglied der RWE Power AG, wandte sich an die Bürgerschaft. „Mein besonderer Respekt gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen, den Dorfgemeinschaften und der Kirchengemeinde. Danke an alle, die ihre Freizeit und ihr Herzblut einsetzen, um das rege Dorf- und Vereinsleben zu bewahren.“

Agnes Maibaum von der Dorfgemeinschaft Keyenberg, Westrich und Berverath sowie Beate Zurmahr von der Dorfgemeinschaft Kuckum richteten sich in einer gemeinsamen Rede, in der sie von den Herausforderungen der vergangenen Jahre und dem Zusammenwachsen als Gemeinschaft berichteten, an ihre Mitmenschen.
Nach Ende des offiziellen Festaktes sorgte die überregional bekannte Erkelenzer Band Hätzblatt für einen stimmungsvollen Abend.

Rund 980 Personen leben nun an den umgesiedelten Standorten, zu Beginn der Umsiedlung wohnten etwa 1600 Menschen in den fünf Dörfern. Die alten Orte nun gemeinsam mit den Verbliebenen sowie mit einer neuen Bewohnerschaft wieder mit Leben und Gemeinschaft zu füllen, ist Bestandteil verschiedener, auf mehrere Jahre und Jahrzehnte angelegte Projekte.

Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat getagt

Der Erkelenzer Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat am 29. Juni getagt und unter anderem über die Förderung von Vereinen und die Anpassung der Eintrittspreise im ERKA-Bad diskutiert.

 

Anpassung der Eintrittspreise des ERKA-Bads

Die Eintrittspreise des ERKA-Bades sollen zum 01.01.2027 angepasst werden, um den in den vergangenen Jahren erheblich gestiegenen Aufwendungen für den Betrieb und die Unterhaltung des Bades Rechnung zu tragen. Seit der Neueröffnung des ERKA-Bades im Jahr 2012 sind die Preise im ERKA-Bad gleich, die Unterhalts- und Bewirtschaftungskosten aber massiv gestiegen. Ein Vergleich mit umliegenden Schwimmbädern, die hinsichtlich Ausstattung, Angebotsumfang, Öffnungszeiten und Modernitätsgrad mit dem ERKA-Bad vergleichbar sind, zeigt, dass die derzeitigen Eintrittspreise weiterhin unter dem regional üblichen Niveau liegen – auch nach der Anpassung.

Die Anpassung soll dabei ab dem 1.1.2027 wie folgt aussehen:

Erwachsene 5€, Schüler und Studenten 2,50€, Kinder und Jugendliche 2,50€, Erwachsene ermäßigt 4€ und Erwachsene (90 Min.) ebenfalls 4€. Die Einzelpreise in Gerderath steigen ebenfalls um 1€ je Karte. In beiden Schwimmbädern werden dementsprechend auch die 10er Karten teurer. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat der Anpassung zugestimmt, im nächsten Schritt muss der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat der Stadt Erkelenz dem Vorschlag zustimmen.

Zuschüsse für verschiedene Vereine

Im Rahmen der Ausschusssitzung sprach sich der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport auch für die Bezuschussung mehrerer Vereine aus. So soll der SV Holzweiler einen Zuschuss von 50.000 € zur Errichtung einer Containeranlage am städtischen Sportplatz in Holzweiler erhalten. Die Maßnahme dient der Schaffung einer zeitgemäßen sanitären und organisatorischen Infrastruktur unmittelbar am Sportplatz.

Dem Tennisclub Schwarz-Weiß Golkrath soll ein Zuschuss über 3.500€ zur Instandsetzung der Tennisplätze gewährt werden. Zur Förderung des Sports in Erkelenz soll der gleiche Zuschuss dem Stadtsportverband Erkelenz zugutekommen.

Für die Kosten des Museumsbetriebs soll das Rheinische Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich mit 5.000 € bezuschusst werden.

Dem Verein Pro Musica wird zur Durchführung der Konzerte im Rahmen des deutsch-polnischen Jugendaustausches ein Zuschuss in Höhe von 1.500 € gewährt. Alle Zuschüsse müssen noch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bestätigt werden.

Förderung der Vereinsarbeit der Stadt Erkelenz

Den Bezirksausschüssen der Stadt Erkelenz wurden zusätzlich Zuschüsse zur Förderung der Vereine und zur freien Verfügung gewährt. Insgesamt wurden so 47.644 € auf die verschiedenen Bezirke aufgeteilt. Ebenfalls wurden acht weiteren Vereinen Zuschüsse zur Unterhaltung vereinseigener Sportanlagen und zur Förderung von vereinseigenen Sportanlagen und Räumen gewährt werden. Die Gesamtsumme beläuft sich hier auf 3.220€.

Dem Städtischen Musikverein Erkelenz e. V., der KG Venroder Wenk e. V., der Schützenbruderschaft „Unserer lieben Frau“ Erkelenz 1418 e. V., dem Turnverein Erkelenz 1860 e. V. und der Niersquelle Kuckum 1927 e. V. wurden jeweils anteilige Zuschüsse zu den Anschaffungskosten für bewegliche Sachen gemäß den vom Rat der Stadt Erkelenz verabschiedeten Richtlinien gewährt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1.874,42 €. Auch diese Zuschüsse müssen noch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bestätigt werden.

Erkelenzer Marktmomente 2026

Ein abwechslungsreiches Sommerprogramm mit Musik, Bewegung und Begegnung erwartet die Besucherinnen und Besucher auch 2026 auf dem Marktplatz. Die Erkelenzer Marktmomente 2026 laden vom 7. Juli bis 18. September dazu ein, die Innenstadt zu erleben, sich zu bewegen und in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen.

Die Veranstaltungsreihe bietet ein vielseitiges Programm für unterschiedliche Zielgruppen – von Musikfans über Kinder bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Wer den Sommer in Erkelenz aktiv, unterhaltsam und gemeinschaftlich verbringen möchte, sollte sich die Termine vormerken. Die Marktmomente sind eine gute Gelegenheit, neue Angebote kennenzulernen, bekannte Gesichter zu treffen und den Markt als lebendigen Treffpunkt zu erleben.

Den Auftakt macht am 7. Juli die Big Band des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz unter der Leitung von Thorsten Odenthal. Im weiteren Verlauf sorgen unter anderem Streetlight, StimmFarben, Rob Sure, Tobias Janssen, Dubious Orchestra, Soledad, Tie-Rex und Beets’n’Berries für musikalische Höhepunkte. Ergänzt wird das Programm durch Kinderlesungen mit Brigitte Böckels am 8. August und Gabriele Claßen am 27. August.

Eine besondere Premiere feiert am 29. August das neue Format Heimat Hopfen auf dem Marktplatz am Alten Rathaus. Von 16 bis 23 Uhr stehen regionale Braukunst, kulinarische Spezialitäten und Live-Musik im Mittelpunkt.

Auch das Bewegungsangebot ist breit gefächert. Auf dem Programm stehen Pilates, Yoga, Feldenkrais, cool down Yoga sowie Bewegung im Sitzen für Seniorinnen und Senioren. Die Kurse richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und Fitnesslevel und setzen auf sanfte, alltagstaugliche Übungen. Im Mittelpunkt stehen Körperwahrnehmung, Beweglichkeit, Entspannung und ein gutes Körpergefühl.

Begleitet werden die Angebote von erfahrenen Instruktorinnen wie Carmen Happel (zertifizierte Fitnesstrainerin & Bewegungs-Coachin aus Wegberg), Patrizia Portz (Konzert Geigerin, spirituelle Komponistin und Yogalehrerin), Laeticia Viethen, Nicole Mühren (FVD zertifizierte Feldenkrais-Lehrerin) und Karolina Rehberg, vom SOMA Yoga Studio in Erkelenz. Jede bringt ihren eigenen Schwerpunkt mit ein – von ruhigen, ausgleichenden Einheiten bis hin zu gelenkschonender Aktivierung und bewusster Erdung. Gerade für Menschen, die einen unkomplizierten Zugang zu Bewegung suchen, sind diese Angebote ideal.

Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Damit setzen die Marktmomente ein klares Zeichen für offene Kulturangebote, die vielen Menschen zugänglich sind.

Programm

Datum Uhrzeit Veranstaltung
7. Juli 18 Uhr Musik – Cusanus Big Band
8. Juli 10 Uhr Pilates – Carmen Happel
9. Juli 10 Uhr Bewegung im Sitzen für Senior*innen – Laeticia Vien
13. Juli 17 Uhr Yoga – Patrizia Portz
16. Juli 10 Uhr Bewegung im Sitzen für Senior*innen – Laeticia Vien
16. Juli 18 Uhr Musik – Streetlight
23. Juli 10 Uhr Bewegung im Sitzen für Senior*innen – Laeticia Vien
23. Juli 18 Uhr Musik – Rob Sure
25. Juli 18 Uhr Musik – Tobi Jansen
29. Juli 16 Uhr Feldenkreis – Nicole Muehren
30. Juli 10 Uhr Bewegung im Sitzen für Senior*innen – Laeticia Vien
8. August 15 Uhr Lesung für Kinder – Brigitte Böckels
8. August 17 Uhr unschlagbar – Dorothea Siebert Trommeln auf Japanisch
23. August 16 Uhr Musik – Vater Wahrheit und die Ehrlich-People
26. August 18 Uhr cool down Yoga & Erdung – Karolina Rehberg
27. August 16 Uhr Lesung für Kinder – Gabriele Claßen
27. August 18 Uhr Musik – Da Capo Al Fine
29. August 16 Uhr Heimat Hopfen mit Kneipenquiz
31. August 17 Uhr Yoga – Patrizia Portz
5. September 19 Uhr Musik – Dubious Orchestra
10. September 18 Uhr Musik – Soleiad, Patrizia Portz
12. September 18 Uhr Musik – Tie-Rex
16. September 18 Uhr cool down Yoga & Erdung – Karolina Rehberg
18. September 19 Uhr Musik – Beets’n’Berries

Angaben ohne Gewähr – Änderungen vorbehalten.

Jugendwerkstatt in Erkelenz

Wie soll Erkelenz in Zukunft aussehen? Welche Angebote brauchen junge Menschen vor Ort? Und wie können Freizeit, Bildung, Digitalisierung und das Zusammenleben in der Stadt weiter verbessert werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Jugendwerkstatt der Stadt Erkelenz, die am Samstag, 5. September 2026, von 10:45 Uhr bis 15:00 Uhr in der Stadthalle Erkelenz stattfindet.

Eingeladen sind alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 10 bis 21 Jahren. Ziel der Veranstaltung ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung der Stadt einzubringen.

In verschiedenen Beteiligungsformaten können die Teilnehmenden ihre Sichtweisen zu Themen wie Freizeit, Sport, Kultur, Schule, Digitalisierung, Umwelt, Vielfalt und Mitbestimmung einbringen. Dabei steht der Austausch auf Augenhöhe und die aktive Mitgestaltung im Mittelpunkt. Für eine offene und angenehme Atmosphäre sorgen neben kreativen Arbeitsphasen auch Musik und kleine Snacks.
Die Ergebnisse der Jugendwerkstatt fließen unmittelbar in die Erarbeitung des Kinder- und Jugendförderplans 2027 bis 2031 ein. Damit erhalten die Beiträge der jungen Menschen direkten Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung der Kinder- und Jugendarbeit in Erkelenz.

Die Stadt Erkelenz freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und lädt alle jungen Menschen herzlich ein, ihre Ideen einzubringen und gemeinsam die Zukunft ihrer Stadt zu gestalten.

Termin: Samstag, 5. September 2026, 10:45 bis 15:00 Uhr
Ort: Stadthalle Erkelenz
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis 21 Jahren

Anmeldung

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