Gleich drei Anlässe zum Feiern gab es rund um die Burg am vergangenen Samstag: Das Jubiläum 50 Jahre Jugendfeuerwehr, die Einsegnung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) und das Sommerfest der Löscheinheit Erkelenz. Neben Ehrungen und einer Rallye stand eine Fahrzeugschau auf dem Programm, die auch spontane Besucher beeindruckte.
Bürgermeister Stephan Muckel begrüßte die Feuerwehrleute und Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie ihre Gäste und fasste zusammen: „Wenn wir heute auf 50 Jahre Jugendfeuerwehr Erkelenz zurückblicken, dann sprechen wir nicht einfach über ein Jubiläum. Wir sprechen über fünf Jahrzehnte, in denen junge Menschen gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen. Über fünf Jahrzehnte, in denen Freundschaften entstanden sind. Und über fünf Jahrzehnte, in denen der Grundstein für das gelegt wurde, was unsere Feuerwehr bis heute ausmacht.“ Aktuell engagierten sich 73 junge Menschen in der Jugendfeuerwehr, dass inzwischen fast jedes dritte Mitglied weiblich sei, zeige, wie vielfältig und attraktiv unsere Feuerwehr geworden sei.
Seiner Rede folgten Grußworte vom aktuellen Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Selmair und seinem Vorgänger Michael Schnitzler, der einen Einblick in die Historie der Jugendfeuerwehr gewährte: „Was einst in bescheidenem Rahmen in Lövenich begann,entwickelte sich zu einer bedeutenden Gemeinschaft, die über Generationen hinweg junge Menschen geprägt und für die Werte der Feuerwehr begeistert hat.“
Wehrleiter Malte Ammernick weiß um die Bedeutung der Jugendfeuerwehr und machte deutlich, dass viele, die in der Jugendfeuerwehr begonnen haben, der Feuerwehr später auch im aktiven Dienst treu geblieben sind. Er nutzte das Fest für zwei besondere Anlässe: die Beförderung von Feuerwehrmann Torsten Schick zum Unterbrandmeister und die Verleihung der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr NRW an den stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart Simon von der Ruhr.
Anschließend übergab er das Wort an Gemeindereferentin Petra Woelfer und Diakonin Carmen Broich, die dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 den geistlichen Segen gaben. Stephan Muckel freute sich über die Indienststellung des neuen Fahrzeuges: „Mit einem Investitionsvolumen von 641.000 Euro ist dieses Fahrzeug ein klares Bekenntnis der Stadt Erkelenz zu einer leistungsfähigen Feuerwehr. Es ist mit modernster Technik ausgestattet – vom akkubetriebenen hydraulischen Rettungssatz über Sprungpolster und Hochleistungslüfter bis hin zu umfangreicher Ausrüstung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung. Doch bei aller Technik gilt: Das wichtigste an jedem Feuerwehrfahrzeug sitzt nicht vorne unter der Motorhaube, das Wichtigste sitzt im Mannschaftsraum.“
Nach dem Ende des offiziellen Teils begann die Rallye der Jugendfeuerwehr mit rund 200 Teilnehmenden auch aus den Reihen von Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und Pfadfindern. Das Programm vor der Burg endete mit dem Sommerfest der Löscheinheit Erkelenz.
