Die Turn- und Gymnastikhalle des Cusanus-Gymnasiums ist stark sanierungsbedürftig. Das betrifft neben Sportböden, Fenstern, Türen und sanitären Anlagen auch die auch die Außenhülle und die haustechnischen Anlagen des Gebäudes. Das Land Nordrhein-Westfalen hat nun gemäß der Richtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregion in Nordrhein-Westfalen – energetischen Sanierung kommunaler Gebäude im Rheinischen Revier – eine Projektförderung mit Bundesmitteln in Höhe von 2.597.765,21 € und Landesmitteln in Höhe von 289.810,31 € bewilligt. Der Eigenanteil beträgt 2.908.630,66 € (ca. 50 %).
Die Turn- und Gymnastikhalle soll umfassend energetisch saniert und technisch modernisiert werden. Vorgabe der Richtlinie ist es, den Primärenergiebedarf um mindestens 50% zu reduzieren und das Gebäude energetisch zu sanieren. Der Förderantrag dazu wurde nun bewilligt, der Förderanteil beträgt 49.84%. Die zuwendungsfähigen Kosten (Gesamtbaukosten einschl. Nebenkosten) betragen 5.796.206,- €.
Im Rahmen der Sanierungsarbeiten stehen für das Gebäude große Maßnahmen an: Die Außenwände und der Hallenboden sollen eine Wärmedämmung erhalten, das Dache eine Gefälledämmung. Außerdem werden Fenster, Lichtkuppeln und Türen vollständig erneuert. Das Gebäude wird derzeit noch von der zentralen Wärmeerzeugung des Schulzentrums versorgt. Das Gebäude erhält im Rahmen der Sanierung jetzt eine autarke Wärmeversorgung mit einer Wärmepumpe. Um die Voraussetzungen für eine energiesparende LED-Beleuchtung zu schaffen wird die Elektroinstallation einschließlich Unterverteilung und Leitungen ebenfalls vollständig erneuert. Auch ein 30 m² großer, neuer Technikraum soll entstehen. Darüber hinaus werden die Wasser- und Abwasseranlagen sowie der Blitzschutz erneuert. Durch die geplanten Maßnahmen soll der Primärenergiebedarf um rund 69 % reduziert werden. Dazu trägt auch eine geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach bei.
Ausgangslage an der Turn- und Gymnastikhalle des Cusanus-Gymnasiums
Die Sporthalle wurde 1963/64 gebaut. Sie besteht aus einer Turnhalle mit ca. 400 m², einer Gymnastikhalle mit ca. 220 m² sowie verschiedenen Nebenräumen wie Umkleiden, Geräteräumen und Technikräumen.
Im Vorfeld der geplanten Sanierung wurde das Gebäude genauer untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Zustand deutlich schlechter ist als zunächst angenommen. Neben den bereits geplanten Arbeiten an Böden, Fenstern und Türen sind umfangreiche weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die tragende Konstruktion besteht hauptsächlich aus Betonstützen und Betonplatten. An diesen Bauteilen wurden zahlreiche Risse und Abplatzungen festgestellt. Auch energetisch ist das Gebäude nicht mehr zeitgemäß.
Durch Schäden am Dach ist es teilweise zu erheblichen Schäden an den Decken gekommen. Die vorhandenen Reparaturen sind teilweise nur provisorisch. An einigen Stellen fehlt die abgehängte Decke bereits vollständig. Auch die Betonplatten an den Stirnwänden sind beschädigt, die Fassade wird entsprechend saniert.
Die Sportböden beider Hallen müssen vollständig erneuert werden. Der Boden der Turnhalle ist stark beschädigt und gibt teilweise nach. Außerdem gibt es Hinweise auf größere Feuchteschäden. Auch der Parkettboden der Gymnastikhalle ist beschädigt. Durch undichte Regenfallrohre ist Wasser eingedrungen, wodurch sich Teile des Holzbodens verformt haben. Die Nebenräume sind zusätzlich stark sanierungsbedürftig und werden insgesamt saniert und bei der Gelegenheit neu strukturiert.
„Rund 1.600 Schülerinnen & Schüler besuchen das Cusanus-Gymnasium derzeit, damit gehört es zu den größten Gymnasien in NRW. Eine zeitgemäße Halle ist dabei zur Durchführung des Sportunterrichts essenziell, dementsprechend freuen wir uns sehr über die Bewilligung des Antrages. Neben den Schulklassen finden nachmittags und abends hier auch viele Vereine ihre sportliche Heimat, die Sanierung kommt also ganz vielen Menschen aus dem Stadtgebiet zugute“, freut sich Bürgermeister Stephan Muckel.
Angestrebt wird ein Baubeginn zum Ende dieses Jahres (erste Rückbauarbeiten) bzw. ein Beginn im Frühjahr 2027
