Der zerbrochene Krug – Heinrich von Kleist
Komödie Theater Suedsehen
Regie: Robert Ludewig
Es ist Gerichtstag in Huisum, aber Dorfrichter Adam ist schwer mitgenommen. Die Erklärung für seinen lädierten Fuß und das zerschundene Gesicht, er sei am Morgen einfach über die eigenen Füße gefallen, ist bloß der erste einer Vielzahl irrwitziger Versuche, diesen (Adams-)Fall zu verschleiern. Der tatsächliche Grund für sein Derangement ist die Folge eines nächtlichen Besuchs bei der jungen Eve, den er sich mit Täuschungen erpresst hat. Seine Zudringlichkeit wird von ihrem Verlobten Ruprecht unterbrochen. Adam flüchtet sich, unerkannt, mit einem Sprung durchs Fenster, wobei er sich verletzt und ein Krug zerbricht. Aber ausgerechnet dieser gibt den Anlass für ein Gerichtsverfahren, bei dem sich Richter und Beklagter in einer Person vereinigen. Denn Eves Mutter Marthe zieht nun vor Gericht und fordert Gerechtigkeit. Und wäre nicht ausgerechnet heute der strenge Gerichtsrat Walter zur Prüfung der Justiz angereist und bestünde auf der Einhaltung der guten Ordnung, hätte sich der zweifach gefallene Adam wohl aus der Affäre ziehen können. So aber muss er sich, gezeichnet und ohne seine verschwundene Richterperücke, selbst den Prozess machen. Sein Ziel ist es freilich nicht, Licht ins Dunkel der Wirrungen zu bringen, sondern den von Frau Marthe als Täter angeklagten Ruprecht, schnell zu verurteilen und den Fall zu den Akten zu legen. Mittels dreister Unterstellungen, geschickter Ablenkungen, aberwitziger Deutungen und sogar Nötigung manövriert er sich durch das Verfahren und in immer neue Verwirrungen und komischere Dialoge, bis die verschollene Perücke aus dem Theaterhimmel hinab doch noch das Licht der Erkenntnis verspricht.
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Trennung für Feiglinge
Komödie Landestheater Dinslaken
Was tun, wenn man seiner Liebesbeziehung so richtig überdrüssig ist, aber leider zu charakterschwach, um anständig Schluss zu machen? Paul hat von seiner Freundin Sophie gründlich die Nase voll. Quasi über Nacht hat sich die Leidenschaft nicht nur abgekühlt, sondern in regelrechte Abscheu verwandelt. Die Frau muss dringend aus seinem Leben verschwinden. Doch ihm fehlt der Mut sich zu trennen. Deshalb spannt er seinen besten Freund für ein unschlagbares Trennungsmanöver ein: Martin soll unter dem Vorwand eines persönlichen Trauerfalls vorübergehend bei ihnen einziehen und sich so lange übel daneben benehmen, bis Sophie es nicht mehr aushält und das Weite sucht. Doch der Plan geht nicht auf: Statt trübselig herumzuhängen und den griesgrämigen Trauerkloß zu spielen, macht Martin sich nützlich im Haushalt, kocht wunderbares Essen und parliert auf das Liebenswürdigste mit Sophie über gemeinsame Interessen. Die Ménage-à-trois nimmt ganz andere Entwicklungen als von Paul erhofft und hält für alle Beteiligten im Laufe der Zeit noch so manche Überraschung parat.
Frankreichs erfolgreicher Theater- und Filmautor Clément Michel hat mit „Trennung für Feiglinge“ eine rasant-unterhaltsame Komödie über das moderne Beziehungsleben und die Unberechenbarkeit allzu hochtrabender Pläne verfasst. Mit treffsicheren Dialogen und einem präzisen Gespür für Situationskomik lässt er das Vorhaben seines Protagonisten krachend scheitern und verblüfft das Publikum mehr als nur einmal mit einer unvorhergesehenen Wendung des Geschehens.
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Fisch zu viert
Komödie Berliner Kriminaltheater
Regie: Sebastian Wirnitzer
Jahr für Jahr verbringen die Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine zusammen mit ihrem Diener Rudolf den Sommer in einem märkischen Landhaus. Fast 30 Jahre ist Rudolf den Schwestern stets zu Diensten. Mit jeder von ihnen hat er zärtliche Stunden verbracht – freilich ohne das Wissen der jeweils anderen und jede von ihnen hatte versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als er nun vorzeitig um Auszahlung bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen, was Rudolf zur Drohung veranlasst, sein Geheimnis auszuplaudern. Keine gute Idee, finden die Schwestern und bringen Arsen und andere todbringende Mittel ins Spiel.
Fisch zu viert ist eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien und hat auch 40 Jahre nach seiner Entstehung nichts an Tempo, Sprachwitz und Komik verloren! Der große Film-Autor Wolfgang Kohlhaase, Schöpfer von Geschichten wie „Berlin – Ecke Schönhauser“, „Solo Sunny“ oder „Sommer vorm Balkon“, beweist einmal mehr sein Gespür für mit Galle und Ironie gewürzte Dialoge.
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